Weinheim trägt seinen Beinamen „Zwei-Burgen-Stadt” zu Recht: Über der Altstadt thronen die Ruine Windeck und die Wachenburg, dazwischen liegen ein englischer Landschaftspark, einer der artenreichsten Exotenwälder Deutschlands und ein Fachwerkviertel, das bis ins Spätmittelalter zurückreicht. Für eine Stadt mit rund 45.000 Einwohnern ist das eine bemerkenswerte Dichte an Sehenswürdigkeiten, und das meiste davon liegt nah beieinander.
Dieser Überblick führt dich zu den wichtigsten Zielen, ordnet sie ein und zeigt, was sich gut miteinander verbinden lässt. Die ausführlichen Porträts mit Anfahrt und Tipps findest du jeweils auf den verlinkten Detailseiten.
Die beiden Wahrzeichen: Windeck und Wachenburg
Kein Blick auf Weinheim kommt an den zwei Burgen vorbei. Die Burg Windeck ist die ältere der beiden und geht auf das 12. Jahrhundert zurück; ihr Bergfried ist bis heute erhalten und über einen kurzen Anstieg vom Schlosspark aus erreichbar. Etwas höher am Hang steht die Wachenburg, die zwischen 1907 und 1928 vom Weinheimer Senioren-Convent erbaut wurde. Von ihrem Turm reicht der Blick weit über die Rheinebene.
Beide Burgen lassen sich gut zu einer Wanderung verbinden. Wie die Route verläuft und wo du unterwegs einkehren kannst, beschreiben wir im Magazin-Beitrag zur Tour über zwei Burgen an einem Tag.
Parks und Gärten: Schlosspark, Exotenwald und Hermannshof
Weinheim ist überraschend grün. Der Schlosspark am ehemaligen kurpfälzischen Schloss ist ein englischer Landschaftsgarten und beherbergt eine der ältesten Libanon-Zedern Deutschlands. Direkt südlich schließt der Exotenwald an, ein 1872 angelegtes Arboretum mit rund 60 Hektar und etwa 170 Baumarten aus aller Welt, darunter Küstenmammutbäume von beachtlicher Höhe. Im Herbst ist die Färbung hier besonders eindrucksvoll.
Wenige Schritte entfernt liegt der Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof, einer der bedeutendsten Staudengärten Europas, seit 1983 frei zugänglich. Alle drei Ziele liegen so nah beieinander, dass sich ein gemeinsamer Spaziergang anbietet.
Altstadt, Marktplatz und Gerberbachviertel
Das historische Herz der Stadt ist die Altstadt mit dem Marktplatz, an dem das Alte Rathaus von 1557, der Marktbrunnen und alte Bürgerhäuser stehen. Besonders stimmungsvoll ist das Gerberbachviertel, ein spätmittelalterliches Handwerkerviertel, durch das der Grundelbach offen verläuft und in dem dicht an dicht Fachwerkhäuser stehen. Mittwochs und samstags belebt der Wochenmarkt den Platz.
Wie du deinen Besuch planst
Wer zum ersten Mal kommt, startet am besten in der Altstadt, geht über den Marktplatz in den Schlosspark und von dort hinauf zu den Burgen. Exotenwald und Hermannshof lassen sich auf demselben Weg einbinden. Weinheim ist gut erreichbar: über die A5 und A659, mit der RNV-Linie 5 aus Mannheim und Heidelberg sowie per S-Bahn RheinNeckar.
Wenn du nur einen Tag Zeit hast, hilft dir unser Routenvorschlag Weinheim an einem Tag. Für die passende Pause unterwegs lohnt ein Blick in unseren Gastronomie-Überblick, und wer übernachten möchte, findet Tipps unter Hotels in Weinheim.